Wo bin ich zu Hause? Diese Frage beschäftigt mich gerade sehr; möchte ich doch mein Leben so vereinfachen, dass ich viel Freiraum gewinne, für meinen Ehrenamtsdienst in Röhrsdorf und in der StilleOase Chemnitz. Das heißt, ich werde in wesentlich kleineren und kostengünstigeren Wohnraum ziehen, ein Zimmer mit Mini-Kochecke und Minibad genügen mir.
Mein Wunsch nach Freiraum wird genährt von einer tiefen Sehnsucht nach Gottesnähe. Ich möchte Seinem Ruf folgen und meiner Berufung auf die Spur kommen, der inneren Berufung zum Gebet und zum geistlichen Leben. So werde ich ganz konkret den Weg in die Tertiärgemeinschaft der Communität Christusbruderschaft Selbitz gehen. Tertiär leitet sich von „tertius“, dem lateinischen Wort für „dritter“ ab. Die Tertiäre sind nach den Schwestern und Brüdern der „Drittorden“ der Communität. Es ist eine Weggemeinschaft, die verbindlich die Spiritualität der Communität teilt und in einer jeweils eigenen Form im Alltag vor Ort lebt. Ihre Aufgabe ist es, die Welt segnend in Gottes Herz zu legen und Gottes Welt in unsere Lebensbezüge hineinzutragen. Die Tertiäre stellen sich in den Dienst ihrer Gemeinde.
Das darf ich nun als Tertiäranwärterin in Röhrsdorf tun: zuhören und mitbeten, in der Stille sein, Fürbittkerzen anzünden, zu Besuch gehen und Geburtstagsgrüße überbringen u. v. m… .
So bin ich gern in Röhrsdorf unterwegs. Vielleicht begegnen wir uns. Bitte sprecht mich an!
Herzliche Segensgrüße!
Ute Kochanski




